{"id":506,"date":"2015-07-22T14:57:32","date_gmt":"2015-07-22T12:57:32","guid":{"rendered":"https:\/\/vfw.diebin.at\/?p=506"},"modified":"2021-01-24T10:47:01","modified_gmt":"2021-01-24T09:47:01","slug":"506","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vfw.or.at\/index.php\/2015\/07\/22\/506\/","title":{"rendered":"Veranstaltungen"},"content":{"rendered":"<div class='content-column one_half'><strong><span style=\"font-size: 18px;\">Stellungnahme<br \/>\ndes Verbands feministischer Wissenschafteri*nnen<br \/>\nzur UG Novelle<\/span><\/strong> (12.1.2021)<br \/>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-caret su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Mehr...<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<p>Der vorliegende Entwurf zur Novelle des Universit\u00e4tsgesetzes 2020 setzt die Tendenzen zur Entdemokratisierung \u00f6sterreichischer Universit\u00e4ten und der Zerst\u00f6rung der vormals grundlegenden Verschr\u00e4nkung von Lehre,Forschung und Anwendung sowie die Einschr\u00e4nkung eines selbstbestimmten Studiums fort.<\/p>\n<p>Der vorgelegte Entwurf benachteiligt Studierende aus \u00f6konomisch schw\u00e4cheren und bildungsferneren Familien, berufst\u00e4tige Studierende und Studierende mit Kindern. Studieren einzig ausgehend von einer ausbildungs-quantifizierten Effizienzlogik und der Produktion rascher Abschl\u00fcsse zu verstehen, steht einer erfolgreichen, kreativen, kritischen und freien Wissenschaft entgegen, ebenso die verst\u00e4rkten Zugriffsrechte der Politik auf die Universit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Lektor*innen, die bisher \u00fcber befristete Dienstverh\u00e4ltnisse an den Universit\u00e4ten besch\u00e4ftigt sind, tragen wesentlich zu einer vielf\u00e4ltigen und kritischen Lehre an Universit\u00e4ten bei. Die im Entwurf festgeschriebene Beschr\u00e4nkung der Dauer befristeter Arbeitsverh\u00e4ltnisse auf sechs Jahre ist dann sinnvoll, wenn sie tats\u00e4chlich zur Entfristung der Lektor*innen f\u00fchrt, nicht jedoch, wenn sie dazu verwendet wird,die Vielfalt der Lehre einzuschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr feministische Wissenschafteri*nnen, an Universit\u00e4ten ihre Expertise in die Lehre einzubringen \u2013und sei es semesterweise befristet \u2013schwanden schonbisher zusehends, einerseits infolge von allgemeinen Sparma\u00dfnahmen, andererseits durch ihre marginalisierte inhaltliche Position in den Curricula (auch innerhalb der Gender Studies). Nun sind sie besonders gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Vor allem die Aufspaltung der Lektori*nnen in freie Dienstnehmeri*nnen, die als geringf\u00fcgig Besch\u00e4ftigte nicht unter die Regelung fallen w\u00fcrden,und quasi&#8217;echte&#8216; Teilzeitbesch\u00e4ftigteverwischt die reale Situation des jeweils prek\u00e4ren Arbeitsverh\u00e4ltnisses, das durch seine Vervielf\u00e4ltigung (zumeist anmehreren Universit\u00e4ten in \u00d6sterreich parallel t\u00e4tig zu werden) nur vordergr\u00fcndig durchuns Betroffene abgefedert werden kann: Die Regelung des \u00a7 109 Absatz 5 w\u00fcrde insgesamt eine Prekarisierung aller Lektori*nnen mit sich bringen und ist daher ersatzlos zu streichen. Auch die Konzeption unbestimmter Ausschreibungen bietet keine L\u00f6sung dar, weder aufseiten der an einer Arbeit an einer Universit\u00e4t nach wie vor interessierter noch f\u00fcr die Universit\u00e4ten und die Kontrolle der fairen, gleichbehandlungsgem\u00e4\u00dfen Aufnahmeverfahren. Daher ist der angedachte\u00a7 107 Abs 1, der eingef\u00fcgte Satz &#8218;Im Rahmen einer Ausschreibung k\u00f6nnen auch alternative Zuordnungen zu einer Personalgruppe vorgesehen werden&#8216; ersatzlos zu streichen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wird in den Bestimmungen zum Arbeitskreis f\u00fcr Gleichbehandlungsfragen trotz der Erweiterung des Beschwerderechts bezogen auf die Verletzung der Frauenf\u00f6rderung seine Funktionsf\u00e4higkeit komplett untergraben: sowohl das Ansinnen, diesesKontrollorgan w\u00e4hlen zu lassen als auch der Wunsch, eine Unvereinbarkeit zur Mitgliedshaft im Senat zu konstruieren, zeugen von einem tiefsitzenden Misstrauen gegenSchutzinstitutionen f\u00fcr den verfassungsm\u00e4\u00dfigen Anspruch auf Gerechtigkeit, Gleichbehandlung aller Geschlechter, Gleichstellung zwischen Frauen* und M\u00e4nnern* und Antidiskriminierung, wie sie seit bald 30 Jahren an den Universit\u00e4ten m\u00fchsam implementiert wurden.<\/p>\n<p>Wir fordern die Erm\u00f6glichung eines freien Zugangs zu universit\u00e4rer Bildung f\u00fcr alle, eine vielf\u00e4ltige und kritische Lehre, gute Arbeitsbedingungen f\u00fcr alle, die an den Universit\u00e4tent\u00e4tig sind, und demokratische Universit\u00e4tsstrukturen!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vfw.or.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Stellungnahme-des-Verbands-feministischer-Wissenschafteri.nnen-zur-UG-Novelle.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Stellungnahme als download<\/a><\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class='content-column one_half last_column'><strong>Donnerstag, 11. M\u00e4rz 2021, 19 Uhr<\/strong><\/p>\n<p><strong><b>Autonomie der Kunst vs. MACHT-Politiken<\/b><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #cfc71a;\"><strong><em>feminismen diskutieren<br \/>\n<\/em><\/strong><\/span>im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien <a href=\"http:\/\/www.depot.or.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.depot.or.at\u00a0<\/a><\/p>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-caret su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Mehr...<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<p>Der Zeit ihre Kunst \u2013 der Kunst ihre Freiheit: Dieser Leitsatz der Wiener Seccesionisten, die sich damit vom damals g\u00fcltigen konservativen Kunstbegriff abgrenzt haben, gilt heute, zumindest theoretisch, als gesellschaftlich anerkannter Konsens. Wie sieht es aus aber mit der tats\u00e4chlichen Freiheit, Autonomie und Selbstorganisation von K\u00fcnstler*innen? Subjektiv-vergleichende Einblicke in die Produktion von Praxen<b> <\/b>der k\u00fcnstlerischen Autonomie, jenseits\/diesseits des Eisernen Vorhangs und lange nach dessen Fall&#8230;<\/p>\n<p>Vortrag von Minna Antova, K\u00fcnstlerin, Kuratorin, Wien \/ Baden bei Wien<br \/>\nModeration: Sabine Prokop (VfW)<\/p>\n<p><em>hoffentlich wieder gef\u00f6rdert von\u00a0 <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/layout-a\/logo\/ma07-klein.gif\" alt=\"Logo Magistratsabteilung 7\" width=\"81\" height=\"25\" \/><\/em><em><br \/>\n<\/em><em>ACHTUNG: das Depot (WC) ist leider <\/em><strong><em>nicht barrierefrei <\/em><\/strong><em>ausgestattet!!<\/em><\/p>\n<p><strong>Anmeldung an <a href=\"mailto:depot@depot.or.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">depot@depot.or.at<\/a> aufgrund der Covid-19-Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen <\/strong>f\u00fcr <strong>beschr\u00e4nkte Teilnehmer*innenzahl <\/strong>mit dem Betreff : Anmeldung: VA 11.3.2021<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><div class='clear_column'><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-506","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-veranstaltungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vfw.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/506","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vfw.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vfw.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vfw.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vfw.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=506"}],"version-history":[{"count":329,"href":"https:\/\/vfw.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/506\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3993,"href":"https:\/\/vfw.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/506\/revisions\/3993"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vfw.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=506"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vfw.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=506"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vfw.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=506"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}